
Nach Jahren hype-getriebenen Wachstums haben die Preise in nahezu allen Sammelkategorien zuletzt eine Korrektur durchlaufen. Unsere Experten aus den Bereichen Kunst, Sneaker, Uhren, Wein, Whisky und Autos sind sich einig: Die Phase breiter Spekulation und schneller Weiterverkäufe geht zu Ende. An ihre Stelle treten mehr Selektivität, datenbasierte Entscheidungen und eine neue Wertschätzung für Objekte mit echter Knappheit und kultureller Tiefe.
Mit Blick auf 2026 bleibt das Interesse an Collectibles hoch. Verändert hat sich jedoch, wie Wert bewertet wird. Qualität, Relevanz und Provenienz rücken innerhalb der einzelnen Märkte stärker in den Fokus.
Eine der deutlichsten Entwicklungen für 2026 betrifft das Verständnis von Knappheit. Es geht nicht mehr um limitierte Auflagen oder Objekte, die kurzfristig schwer verfügbar sind. Stattdessen rücken Stücke in den Vordergrund, die von Natur aus endlich sind und eine echte, nicht reproduzierbare Einzigartigkeit besitzen – geprägt durch Geschichte, Kultur, Wissenschaft oder ihren natürlichen Ursprung.
Baldwin Contemporary bringt diese Entwicklung für den Kunstmarkt klar auf den Punkt: “Knappheit wird weiterhin besser performen als bloße Neuheit, da sich Sammler zunehmend auf Werke konzentrieren, die tatsächlich und physisch kaum ersetzbar sind – im Gegensatz zu trendigen Arbeiten, die lediglich aufgrund aktueller Nachfrage schwer zu beschaffen sind”.
Diese Verschiebung zeigt sich in allen Kategorien: ikonische Modelle mit kulturellem Gewicht im Sneaker-Markt, ungewöhnliche oder charakterstarke Konfigurationen bei Uhren, vollständig nachvollziehbare und Weine mit nachgewiesener Herkunft, Vintage-Whiskys aus endlichen Beständen sowie originale Fahrzeuge mit dokumentierter Geschichte und ehrlicher Patina. Der Markt belohnt zunehmend intrinsischen, langfristigen Wert statt kurzfristigen Hypes.
Mit dem stärkeren Fokus auf nachhaltigen Wert verändert sich auch das Verhalten der Marktteilnehmer. Sammler agieren selektiver, was vor allem das mittlere Marktsegment schwächt, während hochwertige Objekte profitieren.
Spontane Käufe treten in den Hintergrund. Stattdessen werden Entscheidungen bewusster getroffen und stärker durch Recherche gestützt. Zustand, Dokumentation sowie langfristige kulturelle oder emotionale Bedeutung gewinnen an Gewicht. Viele betrachten Spitzen-Collectibles heute als Teil eines Portfolios: Sie halten länger, legen mehr Wert auf Erhalt, Nutzung und Community – und weniger auf schnelle Weiterverkäufe.
Diese Entwicklung zeigt sich auch in einer stärkeren Spezialisierung auf bestimmte Nischen sowie in einer sogenannten „Core-Satellite“-Strategie: stabile, bewährte Stücke bilden das Fundament, ergänzt durch ausgewählte Raritäten mit zusätzlichem Potenzial.
Nach den Preisrückgängen der vergangenen Jahre nutzen wir bei Timeless gezielt die Gelegenheit, hochwertige Objekte zu attraktiven Einstiegspreisen zu sichern. Gleichzeitig passen wir unser Sourcing an das veränderte Sammlerverhalten an und fokussieren uns stärker auf kulturell und historisch bedeutende, wirklich einzigartige Assets mit langfristigem Wertpotenzial.
Dazu zählen insbesondere Stücke mit einer nicht reproduzierbaren Geschichte – wie etwa kommende Drops eines Triceratops-Schädels, authentifizierte Filmrequisiten (zum Beispiel Thors Hammer) oder extrem seltene Whisky-Abfüllungen wie unser früherer Glenlivet-Drop. Sie stehen exemplarisch für den Trend hin zu intrinsisch endlichen Objekten mit starkem narrativen Gehalt.
Parallel dazu investieren wir weiterhin in stabile, bewährte Marken und Editionen, die ihren Wert über Zeit erhalten und nicht von kurzlebigen Trends getrieben sind. Dazu gehören Blue-Chip-Objekte aus den Bereichen Kunst, Uhren, Wein, Whisky und Autos – getragen von solider Dokumentation, institutioneller Anerkennung oder einer nachgewiesenen Markthistorie, die auch in unsicheren Phasen für Stabilität und Liquidität sorgt.
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